speaker:innen
André Freidler
Nachfolger ALB-GOLD in 3. Generation
André Freidler hat mit 38 zweifache Nachfolgeerfahrung. Mit 22 übernahm er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters mit Mutter und Bruder Verantwortung im Familienunternehmen ALB-GOLD. Zwei Jahre später kaufte er den in Schieflage geratenen Traditionsbetrieb Seitz GmbH (heute Spaichinger Nudelmacher), den er als Spezialist für alternative Nudelsorten für B2B Kunden etablierte. Mit beiden Marken verbindet er heute auf besondere Weise Tradition und Innovation – und entwickelt gewachsene Strukturen konsequent weiter.
„Entscheidend ist, Respekt zu haben vor dem Geschaffenen und gleichzeitig den Mut aufzubringen, ein Unternehmen auf die Zukunft auszurichten.“
Julia Jordan
Geschäftsführende Gesellschafterin von Teppich Jordan & Nachfolgerin in 3. Generation
Nach ihrer Rückkehr ins Unternehmen stellte sie die Weichen für eine konsequente Neupositionierung: Mitten in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten initiierte sie die umfassende Transformation des Unternehmensstandorts. Aus einem klassischen Teppichhaus entstand mit dem Jordan Campus ein neu gedachter Ort für Design, Architektur, Begegnung und Veranstaltungen – ergänzt um moderne Büroflächen und Wohnraum. Für dieses zukunftsweisende Konzept wurde Jordan beim „Store of the Year 2026“ des Handelsverbands Deutschland ausgezeichnet.
Beim Nachfolgefestival spricht sie darüber, wie Unternehmensnachfolge zur Chance für echte Transformation werden kann, warum mutige Entscheidungen oft gegen den Zeitgeist getroffen werden müssen und wie es gelingt, ein traditionsreiches Familienunternehmen erfolgreich für die Zukunft neu auszurichten.
Andreas W. Kraut
CEO & Gesellschafter von BIZERBA | Nachfolger in 5. Generation
Nachfolge ist für Andreas W. Kraut kein Übergang, sondern der Ausgangspunkt für die zukünftige Unternehmensentwicklung. Als Vertreter der fünften Generation verbindet er die Werte eines seit 1866 bestehenden Familienunternehmens mit dem Anspruch, Wandel aktiv zu gestalten. Unter seiner Führung entwickelt sich BIZERBA konsequent vom klassischen Waagenhersteller zum internationalen Technologieunternehmen mit Fokus auf Digitalisierung, Software und Innovation – immer mit einem langfristigen Blick auf Menschen, Märkte und kommende Generationen.
„Wir handeln langfristig, weil wir Werte an die nächste Generation weitergeben wollen. Gleichzeitig sind wir offen für neue Wege, Partner und Start-ups, die mit uns Innovationen schaffen.“
Michael Müller
MBI-Nachfolge, Podast-Host „Die Mittelstandspiloten“
Michael Müller steht für eine neue Generation von Nachfolgern. Als Diplom-Ingenieur mit Erfahrung in Digitalisierung und Organisationsentwicklung sucht er ein mittelständisches Unternehmen zur Übernahme.
Im Podcast „Die Mittelstandspiloten“ berichtet er gemeinsam mit Alexander Rast offen über ihre Reise zum Management-Buy-in. Nach einem Jahr intensiver Suche ist er seinem Ziel bereits sehr nahegekommen.
Beim Nachfolgefestival teilt er auf dem Podium seine Insights zum Suchprozess um anderen MBI-Kandidaten Mut zu machen.
„Die Suche nach dem richtigen Unternehmen ist ein Vollzeitjob – aber genau darin liegt der größte Lernprozess.“
Alexander Rast
MBI-Nachfolge, Podcast-Host „Die Mittelstandspiloten“, Search Fund Hub City Captain Munich
Alexander Rast steht für den klassischen Management-Buy-in. Nach einem Studium an der TUM in Wirtschaftsingenieurwesen und fast einem Jahrzehnt in der Unternehmensberatung möchte er jetzt Verantwortung übernehmen und eine Unternehmensnachfolge antreten. Zu Beginn war er, wie die meisten „Searcher“ auf der Suche nach einem gesunden mittelständischen Unternehmen. Aktuell verfolgt er jedoch die Übernahme eines Unternehmens in Insolvenz in Eigenverwaltung. Gemeinsam mit Michael Müller berichtet er im Podcast „Die Mittelstandspiloten“ und auf dem Podium des Nachfolgefestivals offen über seine Suche und die Erfahrungen, die er auf dem Weg gemacht hat.
„Ich habe gelernt, dass Nachfolge selten nach Plan läuft. Die größten Chancen lauern außerhalb der definierten Strategie – dafür braucht es Flexibilität und Mut.“
Heiko Schrader
Gründungsmitglied der Genossenschaft & Vorstandsmitglied iteratec
iteratec gilt als eines der bekanntesten Beispiele für eine Unternehmensnachfolge durch die Belegschaft. Was als gelebte Kultur des Mitunternehmertums begann, wurde zu einem außergewöhnlichen Nachfolgemodell: Die Gründer entschieden sich bewusst gegen Verkauf oder Familiennachfolge und überführen das Unternehmen schrittweise in das Eigentum der Mitarbeitenden. Heiko Schrader begleitet diesen Weg seit vielen Jahren. Als Gründer des Standorts Stuttgart, Gründungsmitglied der Genossenschaft und heutiges Vorstandsmitglied steht er für eine Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Eigenverantwortung und unternehmerisches Handeln setzt.
„Bei iteratec war Mitunternehmertum nie ein Nachfolgekonzept. Es war zuerst unsere Kultur – die Genossenschaft war nur die konsequente Fortsetzung dieser Idee.“
Carolin Stoz
Geschäftsführende Gesellschafterin der STREIT Unternehmensgruppe
Carolin Stoz zeigt, dass erfolgreiche Nachfolge nicht erst mit der Übergabe beginnt. Im Familienunternehmen STREIT wurde bereits vor rund 20 Jahren mit Familienrat, Beirat und klaren Spielregeln die Grundlage für den Generationenwechsel geschaffen. Bevor sie 2025 die Geschäftsführung von ihrem Vater Rudolf Bischler übernahm, vertrat Carolin Stoz zehn Jahre lang die Gesellschafterfamilie im Beirat und leitete den Familienrat. Die Mutter von vier Kindern führt das Unternehmen heute in dritter Generation und verbindet familiäre Kontinuität mit strategischer Weiterentwicklung und Wachstum.
„Ich führe weiter, was mit viel Einsatz entstanden ist — nicht, weil ich musste, sondern weil ich frei entscheiden durfte und diese Verantwortung mit Respekt, Dankbarkeit und klarem Blick nach vorn übernehmen möchte.“
Sarah Weisser
Geschäftsführerin & Nachfolgerin in 6. Generation im Haus der 1000 Uhren
Als erste Frau nach fünf Generationen hat Sarah Weisser und nicht ihr Bruder das traditionsreiche Familienunternehmen das Haus der 1000 Uhren übernommen. Beim Nachfolgefestival spricht sie über ihr Rollenverständnis zwischen Tradition fortführen und Innovationen vorantreiben, den Schritt in die Führung und darüber, wie eine neue und somit 6. Generation eigene Akzente setzt, ohne die Wurzeln des Unternehmens aus den Augen zu verlieren. Ihre Erfahrungen zeigen, dass Nachfolge weit mehr ist als eine Übergabe – sie ist ein persönlicher Weg, die Zukunft des Unternehmens aktiv zu gestalten.
Martin Zepf
Geschäftsführer MBengineering
Nachfolge ist oft mehr als eine unternehmerische Entscheidung – sie bewegt sich im Spannungsfeld von Familie, Verantwortung und Zukunftsgestaltung. Martin Zepf von MBengineering teilt seine Erfahrungen aus der Perspektive von der Führungskraft zum geschäftsführenden Gesellschafter. Im Gespräch zeigt er, wie ein erfolgreicher Generationenwechsel gelingen kann, wenn die nächste Generation ihren eigenen Weg geht – und dennoch die familiäre Verbundenheit zum Unternehmen erhalten bleibt.
